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«Unsere Altersvorsorge vergisst nichts» - Interview mit Silvia Villars


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Wer jung ist oder frisch verheiratet, denkt selten an die Vorsorge im Alter oder eine mögliche Scheidung. «Viele verdrängen das Thema, bis sie in eine Notsituation kommen», weiss die unabhängige Vorsorge- und Finanzberaterin Silvia Villars im Interview.

 

Autorin: Cornelia von Däniken
Publikationsdatum: 08.05.2020

Frau Villars, was ist in Sachen finanzielle Altersvorsorge wichtig?

Wichtig ist grundsätzlich, dass man eine Strategie festlegt, am besten schon ab 30. So behält man die Übersicht und kann langfristig planen. Wer sich erst in einer Notsituation mit der Vorsorge befasst, hat oft kaum Spielraum. 

Wann kommen Frauen mit Vorsorgefragen zu Ihnen?

Es kommen Frauen zwischen 30 und 60, wobei es mehr über 50-Jährige sind. Die Jungen wollen wissen, was sie von Anfang an beachten sollten. Die Älteren haben sich oft kaum mit dem Thema beschäftigt, bis sie es plötzlich müssen. Etwa, weil eine Scheidung ansteht. Oder man ist gesundheitlich nicht mehr ganz fit und denkt über eine Frühpensionierung nach. Dann möchten sie wissen, wie es gesamthaft um ihre Vorsorgesituation steht und ob sie noch etwas verändern und optimieren können.

Wissen Frauen genügend über das Thema Altersvorsorge?

Die meisten informierten sich im Alter von 30 über das 3-Säulen-System, dann stagniert ihr Wissen aber. Daher unterschätzen viele, wie wichtig Kenntnisse zur Vorsorge heute sind. 

Wie behält man bei der Altersvorsorge die Übersicht? 

Wichtig ist, zu prüfen, ob man AHV-Einzahlungslücken hat und dass man den Pensionskassen-Ausweis versteht. Bei Teilzeitstellen sollte man dem versicherten Lohn und dem Koordinationsabzug Beachtung schenken. Manche Arbeitgeber passen ihn den Stellenprozenten an, was vorteilhaft ist. Im Pensionskassenausweis finden sich auch Angaben, wie viel jährlich ins Alterssparen investiert wird. Und wie die voraussichtlichen Altersleistungen in Kapital-oder Rentenform inklusive Umwandlungssatz sein werden. 

Was ist für die Altersvorsorge zu beachten, wenn man selbstständig ist? 

Dann sollte die ganze Palette der Vorsorgeleistungen abgesichert sein: Auch Krankheit, Invalidität und Todesfall. Wichtig ist hier, sich von einer guten Fachperson ein Gesamtkonzept und eine Vorsorge-Analyse erstellen zu lassen. 

Wie findet man einen guten Finanz- und Vorsorgeplaner?

Zum Beispiel über den Schweizerischen Finanzplaner-Verband oder die Frauenzentralen und teils auch bei Versicherungsgesellschaften. 

Stichwort Scheidung: Was ist mit Blick auf die Altersvorsorge wichtig?

Geht es um die Altersvorsorge, erlebe ich verheiratete Frauen oft als nachgiebig. Ideal wäre, wenn man sich zu Beginn einer Ehe mit dem Thema Finanzen beschäftigt, wenn man sich eine Scheidung noch gar nicht vorstellen kann. Gut wäre zudem, dass man nie ganz aufhört zu arbeiten und auch die eigene Karriere im Auge behält, nicht nur die des Partners. Und dass man möglichst konsequent in die 3. Säule a einzahlt. 

Viele Frauen arbeiten Teilzeit. Wie viel Reduktion des Arbeitspensums verträgt es aus Sicht der Altersvorsorge?

Gleichberechtigt wäre, wenn in einer Beziehung mit Kindern beide Partner durchgehend 70 bis 80 Prozent arbeiten würden. Denn unsere Altersvorsorge vergisst nichts: Verdient man wenig oder nichts, wirkt sich das auf die Leistungen der 1. und 2. Säule im Alter aus, also auf AHV und Pensionskasse. 

Zur Person

Silvia Villars ist selbständige Vorsorgeberaterin und Finanzplanerin in Zumikon (Kanton Zürich). Sie hat zudem ein Mandat als unabhängige Vorsorgeberaterin bei der Zürcher Frauenzentrale.

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