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Buchtipp: Ein Kochbuch für Nani


«Nani» oder eigentlich Elsi Ragaz-Hemmi kocht noch heute mit Leidenschaft. (Bilder Lea Hürlimann)

«Nani» oder eigentlich Elsi Ragaz-Hemmi kocht noch heute mit Leidenschaft. (Bilder Lea Hürlimann)

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Für Elsi Ragaz-Hemmi wurde ein Traum wahr. Die 86-jährige Bündner Alt-Bäuerin, von ihrer Familie «Nani» genannt, hat ihre Lieblingsrezepte in einem Kochbuch veröffentlicht. Möglich wurde dies durch Enkelin Lea Hürlimann und deren Freundin Katharina Wirth.

 

Autorin: Cornelia von Däniken
Publikationsdatum: 28.12.2020 / 10:30

Handgeschrieben auf losen Blättern. Auf Couverts. In zerflederten Kochbüchern: Überall in der Küche von Elsi Ragaz-Hemmi finden sich meist jahrzehntealte Rezepte. «Ihr Traum war immer, ein eigenes Kochbuch in den Händen zu halten», sagt ihre Enkelin Lea Hürlimann, die ihre Grossmutter «Nani» nennt. Dank einer Crowd-funding-Kampagne konnte der Traum wahr werden. Es fanden sich 387 Gönnerinnen und Gönner, die Gestaltung und Druck in der Schweiz ermöglichten.

Kochbuch-Initiantin ist Enkelin Lea Hürlimann, die für ihr Touristikstudium von Zug nach Chur gezogen war. Dadurch konnte sie mehr Zeit mit ihrer Bündner Nani verbringen. Als das Projekt immer umfangreicher wurde, stiess Leas Freundin und Mitstudentin Katharina Wirth dazu. Als gelernte Köchin ist sie eine grosse «Food-Enthusiastin». Ein Jahr lang standen die drei Frauen jede Woche zusammen in der Küche.

Echte Grossmutterküche

«Wir orientierten uns beim Kochen an der Jahreszeit und daran, was in Nanis Garten wuchs. So hat sie schon immer gekocht», sagt Lea Hürlimann. «Wir lernten eine echte Bündner Grossmutterküche kennen», ergänzt Katharina Wirth. «Darunter auch Sachen, die man heute kaum mehr macht. Wie etwa Fleisch eine Woche lang mit Wein und Gemüse einlegten.»

Lea Hürlimann hat jedes Gericht fotografiert. «Das gab am Anfang manchmal schon Diskussionen», erinnert sie sich schmunzelnd. «Denn in der Küche hatte Nani klar die Hosen an.» Doch die beiden jungen Frauen zeigten sich anpassungsfähig und schon bald kam die Grossmutter mit eigenen Ideen für die Bilder.  

Bezug zur Landwirtschaft

Elsi Ragaz-Hemmi wuchs im Bündnerischen Trimmis auf. Die Mutter von drei Kindern führte über 30 Jahre lang mit ihrem Mann Toni einen Landwirtschaftsbetrieb in Domat-Ems. «Kochen wurde zu meiner Passion!», erzählt sie im Buch. «Über die Jahre habe ich einiges ausprobiert.» Seit der Pensionierung wohnt das Paar nun in Felsberg GR. Dort bewirtschaftet die Seniorin noch immer einen grossen Gemüsegarten und kocht nach wie vor mit Leidenschaft.

Aus der gemeinsamen Koch-Zeit sind den Initiantinnen des Buchs besonders die Momente in guter Erinnerung, wenn sie nach dem Kochen zu dritt am Tisch sassen. Elsi Ragaz-Hemmi probierte dann das Essen und meinte meist strahlend: «Das hemmer guat gmacht.» Ihr Lieblingsrezept stammt noch von ihrer eigenen Grossmutter: Bieschtchueche, ein flacher Kuchen mit Biestmilch, die Erstmilch einer Kuh nach der Geburt eines Kalbes.   

Lea Hürlimanns Lieblinsrezept aus der Küche ihrer Nani ist Maluns. Für dieses traditionelle Bündner Bauengericht werden geraffelte Kartoffeln mit Mehl vermischt, und in Butter angebraten. «Das mochte ich schon als Kind.» Das Nani-Lieblingsrezept von Katharina Wirth heisst «Conteser Bock»: Es besteht aus gekochten Eiern in einem Teigmantel, serviert in einer Art Glühwein-Sauce. Früher war das ein typisches Oster-Gericht.  

Ein riesiger Rezept-Fundus

Anfang Dezember wird das Koch-Trio die ersten Bücher in der Hand halten. Es enthält die 80 Lieblingsgerichte von Elsi Ragaz-Hemmi. Doch ihr Fundus ist immer noch riesig.  «Also Rezepte hätten wir noch viele, die wir miteinander kochen könnten», sagt sie. «Das würde noch für weitere Bücher reichen.» «Nani hatte sichtlich Freude am Projekt und es ist ihr wichtig, dass die Rezepte weiter gekocht werden», sagt Lea Hürlimann. «Mit dem Buch können wir Nanis Lieblingsrezepte weitergeben, nicht nur im Bündnerland.»

Buchtipp

Das Kochbuch «Nani» ist über die Website www.cookingwithnani.ch oder im Buchhandel erhältlich.

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