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Altersvorsorge: Das sollten Sie über Pensionskasse und AHV wissen


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Das Thema Altersvorsorge ist gerade für Frauen wichtig. Denn Frauen, die heute im Pensionsalter sind, erhalten im Durchschnitt über einen Drittel weniger Rente als Männer. Diese Differenz ändert sich nur langsam, da viele Frauen Teilzeit arbeiten und sich auch heute noch wenig mit der Altersvorsorge beschäftigen.

 

Autorin: Cornelia von Däniken
Publikationsdatum: 05.05.2020

Wer denkt bei der Heirat schon an eine mögliche Scheidung? Und kaum eine junge Mutter, die ihr Arbeitspensum wegen der Kinder reduziert, hat ihre Altersvorsorge im Blick.

Das hat Konsequenzen auf die Altersvorsorge: Heutige Rentnerinnen in der Schweiz erhalten im Durchschnitt über ein Drittel weniger Rente als Männer. Das zeigen Studien des Bundesamts für Sozialversicherungen und des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life. 

Altersvorsorge: tiefer Rentengraben zwischen Frauen und Männern

Dieser sogenannte «Gender Pension Gap», der Rentengraben zwischen den Geschlechtern, ist bei der zweiten Säule besonders gross: Über 90 Prozent der Differenz stammen aus der beruflichen Vorsorge, also der Pensionskasse.

Die Hauptursachen sind generell tiefere Löhne sowie Teilzeitarbeit, die zu 75 Prozent von Frauen geleistet wird. Dazu kommt der Koordinationsabzug von derzeit 24 85 Franken. Für die Berechnung der Pensionskassenbeiträge wird diese Summe vom Brutto-Jahreslohn abgezogen, was sich bei Teilzeitstellen besonders auswirkt. 

Altersvorsorge: Unterschiede je nach Zivilstand

Der Rentengraben ist bei Verheirateten oft wenig spürbar, obwohl hier der Unterschied mit 50 Prozent am grössten ist. Denn in der Regel nutzen Ehepaare ihre Renten gemeinsam, um den Lebensunterhalt zu finanzieren.

Finanziell eng werden kann es im Alter für Alleinerziehende, für Frauen in Tieflohn-Jobs oder ohne qualifizierte Ausbildung sowie für Geschiedene. «30 Prozent aller geschiedenen Rentnerinnen beziehen Ergänzungsleistungen», sagt Andreas Christen, Autor der Swiss-Life-Studie. «Das sind so viele wie in keinem anderen Zivilstand und deutlich mehr als geschiedene Männer.»

Vorsorgefalle Konkubinat

Zusammenleben und Kinder haben ohne verheiratet zu sein? Heute selbstverständlich. In Hinblick auf die Vorsorge aber  heikel, wenn Frauen im Konkubinat ihr Arbeitspensum reduzieren. Sie sind im Vergleich zu Verheirateten in Sachen Vorsorge schlechter abgesichert. 

Ob aus mangelndem Interesse oder weil die Informationen fehlen: Die Studie zeigt, dass fast drei Viertel der Eltern beim Pensumsentscheid die Auswirkungen auf ihre Altersvorsorge ausser Acht lassen. Dagegen arbeiten Mütter, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, im Schnitt zwölf Stellenprozente mehr.

Altersvorsorge ist ein Langzeitprojekt

Wer auch im Alter finanziell unabhängig bleiben will, stellt sich daher am besten auf ein Langzeitprojekt ein. «Schon die ganz jungen Frauen sollen sich bewusst sein, dass eine gute Ausbildung ein wichtiges Fundament herstellt, auch für die Altersvorsorge», sagt Harald Sohns vom Bundesamt für Sozialversicherung. Zudem regt er an, dass sich Frauen auch für nicht frauentypische Berufe interessieren, da diese oft besser bezahlt werden.  

Altersvorsorge: Den Partner in die Pflicht nehmen

Wichtig ist auch, für die eigenen Interessen einzustehen. Das gilt besonders für Familienfrauen, egal ob verheiratet oder nicht. Dazu gehört, den Partner in die Pflicht nehmen, wenn es darum geht, einen stärkeren finanziellen Ausgleich zu schaffen. Oder dass der Partner sein Pensum reduziert, damit die Frau ihre Stellenprozente aufstocken kann. 

Nicht zuletzt gibt es politische Bestrebungen, den Rentengraben zu verkleinern. Dazu gehört die vom Bundesrat vorgeschlagene Senkung des Koordinationsabzuges, berufliche Chancengleichheit, die Erhöhung des Rentenalters für Frauen, die Förderung von Frauen als Fachkräfte und von familienexternen Betreuungsplätzen für Kinder.

Altersvorsorge: Neun aktuelle Punkte, die Sie über die AHV wissen sollten

  1. Um Beitragslücken zu vermeiden, muss dem AHV-Konto jeder Frau 43 Jahre lang der AHV-Minimalbetrag gutgeschrieben werden. Das sind derzeit 496 Franken pro Jahr.
  2. Wird lückenlos der Mindestbetrag einbezahlt, erhält man die AHV-Minimalrente von 1185 Franken. Während eines Studiums oder Auslandaufenthaltes empfehlen sich daher freiwillige Einzahlungen.
  3. Beitragslücken kann man nur innerhalb von fünf Jahren schliessen. Jedes fehlende Beitragsjahr führt in der Regel zu Rentenkürzungen von mindestens 2,3 Prozent pro fehlendes Jahr.
  4. Wer unsicher ist, ob Lücken bestehen, oder wissen will, wie es um das eigene AHV-Konto bestellt ist, kann bei der Ausgleichskasse einen kostenlosen Kontoauszug bestellen.
  5. Verheiratete, nicht erwerbstätige Frauen sind von der Beitragspflicht befreit, wenn dem AHV-Konto des Manns mindestens der doppelte Minimalbetrag pro Jahr gutgeschrieben wird, das sind derzeit 992 Franken.
  6. Wer Kinder unter 16 Jahren betreut, hat Anrecht auf «Erziehungsgutschriften».
  7. Diese Gutschriften sind wie ein fiktives Einkommen auf dem eigenen AHV-Konto, das im Pensionsalter die Rente erhöht.
  8. Wer pflegebedürftige Verwandte betreut, hat Anspruch auf «Betreuungsgutschriften». Wichtig: Die Betreuungsgutschrift muss jährlich bei der Ausgleichskasse des Wohnkantons geltend gemacht werden.
  9. Wer im Alter die minimalen Lebenskosten nicht durch Renten decken kann, hat einen Rechtsanspruch auf Ergänzungsleistungen. 

 

Merkblätter und zusätzliche Informationen finden sich unter www.ahv-iv.ch 

Mit dem «EL-Rechner» der Pro Senectute kann man seinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen berechnen.

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