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Leidenschaft Naturkosmetik

Pia Hess gehört in der Schweiz zu den Pionierinnen der Naturkosmetik. Seit 38 Jahren stellt sie eigene Pflegemittel her. Früher verkaufte sie sie an Märkten, heute in ihrem Laden in Bern und via Onlineshop. Regelmässig gibt sie Kurse für Einsteiger und Fachleute.


Publiziert: 21.02.2019 / 16:38

 Eine ruhig-harmonische Ausstrahlung. Der kleine Naturkosmetik-Laden in der Berner Altstadt hat eine Wohlfühlatmosphäre. «Ich habe das Lokal seit 18 Jahren und bin sehr gerne hier», sagt Inhaberin Pia Hess.

«Da der Laden nicht an einer stark frequentierten Passanten-Lage liegt, kommen die Kunden meist gezielt hierher, weil sie wirklich am Angebot interessiert sind. Das ist für mich sehr stimmig.»

Das Hauptangebot des Ladens ist Pia Hess’ eigene Naturkosmetik-Linie: Von Parfum über Badezusätze zu Cremen, Salben, Reinigungslotionen bis hin zu Seifen in Variationen.Zusätzlich findet man hier alles, um selbst Naturkosmetik herzustellen – vom simplen Mischbecher bis zum hochwertigen ätherischen Öl.

Naturkosmetik herstellen mit Begeisterung

Sie habe schon als 10-jähriges Mädchen damit angefangen, sich für Pflanzen zu interessieren, erzählt Pia Hess. Damals bekam sie von einem Onkel ein Heilpflanzen-Büchlein geschenkt.

«Seit rund 50 Jahren sammle, trockne und verarbeite ich nun schon Kräuter. Bis heute ist mir die Freude daran erhalten geblieben. Für mich ist Naturkosmetik selber herstellen ein sinnliches und kreatives Vergnügen.»

Nach der Schule entschied  sich Pia Hess für eine Ausbildung als Drogistin. «Zur Debatte standen auch Apotheker- oder Arzthelferin. Doch ich wollte keinen Beruf mit der Bezeichnung ‹-helferin›. Ich wollte selbst entscheiden können.»

Die Passion für Naturkosmetik blieb

Das Interesse an Pflanzen blieb. Als die junge Frau von ihrem damaligen Freund ein Buch über Naturkosmetik geschenkt bekam, fing sie an, ihre Pflegemittel selbst herzustellen. Pia Hess las viel zum Thema, testete Rezepte, kreierte eigene Mischungen und verkaufte sie ab den 1980er-Jahren an Handwerkermärkten.

Sie bildete sich in Aromatherapie und Pflanzenheilkunde weiter und eröffnete schliesslich ihre Ladenwerkstatt in Bern.

Der Grossteil ihrer Kunden sind Frauen. Einige von ihnen kommen, weil sie bei industriell hergestellter Kosmetik Probleme mit der Verträglichkeit haben. Andere möchten wissen, was genau in den Mitteln ist, mit der sie ihre Haut pflegen.

«In meine Kurse kommen viele Frauen, weil sie gerne aus natürlichen Produkten selbst etwas von Hand herstellen möchten. Das ist ein ähnlicher Trend wie beim Kochen. Selbstgemachte Naturkosmetik hat etwas sehr Exklusives.»

Naturkosmetik: Der Unterschied

Naturkosmetik hat sich inzwischen etabliert, das Angebot ist breit. Für Pia Hess zeichnet sich Naturkosmetik unter anderem durch folgende Punkte aus:

  • Es werden nur wenige und ausgewählte Rohstoffe verwendet, die auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt sind.
  • Die Rohstoffe stammen tatsächlich aus der Natur und nicht aus dem Labor.
  • Es werden haut- und umweltfreundliche Rohstoffe wie
  • Pflanzenöle, Pflanzentinkturen und Blütenwasser (Hydrolate) verwendet.
  • Die Herstellung ist einfach und kann daheim erfolgen.
  • Es werden, wenn nötig,
  • Konservierungsmittel natürlichen Ursprungs verwendet.
  • Naturkosmetik enthält keine Paraffine und andere Erdölderivate, keine synthetischen Duft- und Farbstoffe.
  • Alle Inhaltsstoffe sind problemlos abbaubar.

«Ich verwende zudem ausschliesslich wiederverwendbarer Töpfe und Flaschen. Ich nehme aus Überzeugung auch alle Glasgefässe zurück und meine tollen Kunden retournieren sie sogar per Post.»

Naturkosmetik mit hochwertigen Inhaltsstoffen

Und wie gut wirkt Naturkosmetik in der Hautpflege? Mindestens so gut wie industriell hergestellte Kosmetik, sagt Pia Hess. Da bei selbst gefertigten Pflegemitteln der wirtschaftliche Aspekt meist nicht im Vordergrund stehe, könnten hochwertigere Rohstoffe eingesetzt werden.

Statt Wasser als Hauptbestandteil kommt als Grundlage  für eine Creme zum Beispiel Hydrolat zum Einsatz. Hydrolate sind Pflanzenwasser, die als Nebenprodukte bei der Herstellung von ätherischen Ölen anfallen, zum Beispiel Rosen- oder Lavendelwasser.

Generell sei bei der Hautpflege weniger oft mehr. «Wichtig ist, dass unsere Haut geschützt wird und robust bleibt. Dann ist sie auch weniger anfällig für Irritationen.» Mit dem Begriff «Anti Aging» kann die Fachfrau sowieso wenig anfangen.

Die Haut geschmeidig halten

«Gegen das Altern gibt es kein Zaubermittel, egal was auf der Packung steht. Es geht darum, die Haut geschmeidig zu halten – und beim Thema Altern anzunehmen was ist.»

Dazu komme: Schlechte Ernährung und Schlafmangel zeigen sich viel deutlicher negativ auf der Haut als die Wahl des Pflegemittels. Was der Haut von aussen aber tatsächlich hilft, elastisch zu bleiben, sind wertvolle Pflanzenöle wie Jojoba- und Mandelöl oder, in Kombination, Wildrosenöl.

Naturkosmetik-Kurse

Ihr Fachwissen hat Pia Hess vor neun Jahren im Buch «Naturkosmetik» zusammengefasst: Grundlagenwissen über die Herstellung, die Rohstoffe, Kräuter und Düfte. Regelmässig gibt sie ihr Wissen in Fachschulkursen und Workshops für Laien weiter.

«Jeder Kurs ist anders. Ich mag die Live-Atmosphäre, die meine ganze Präsenz verlangt. Und  ich spreche einfach unheimlich gern über Pflanzen.»

Ihre eigene Lieblingspflanze sei die Rose. «Ich mag aber auch Veilchen. Und Gänseblümchen, eine bewährte Kinderheilpflanze. Aber auch so genannte Unkräuter wie Brennnesseln.» Die anhaltende Begeisterung für die Welt der Pflanzen ist spürbar.

Aufhören ist kein Thema

Ans Aufhören denkt Pia Hess noch lange nicht, auch wenn das Pensionsalter langsam näher rückt, wie die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen erzählt. Bereits ist das erste Enkelkind da und sie möchte ein bisschen kürzer treten, sich mehr Ruhe gönnen.

Bei der Herstellung ihrer Produkte und beim Versand helfen ihr zwei Teilzeit-Mitarbeiterinnen. Den Laden will sie behalten. «So lange es geht. Er gibt meinem Tag Struktur. Er ist zu einem Begegnungsort geworden, an dem sich immer wieder spannende Gespräche entwickeln. Das möchte ich nicht missen.» TEST

www.pianaturkosmetik.ch

 

Hautpflege zum Selbermachen

Rosenblüten-Maske fürs Gesicht

Wohltuend für jeden Hauttyp

  • 1 bis 2 EL Rosenblütentee
    oder Rosenwasser
  • 1 EL fein geriebene Mandeln, Hafermehl oder Mandelmus
  • 1 TL flüssiger Honig
  • Bei Bedarf: ein Tropfen Rosenöl

Alle Zutaten zu einem dick-
flüssigen Brei verrühren.
15 Minuten wirken lassen,
am besten während eines entspannenden Bads. Die Maske mit warmem Wasser abwaschen.

Honig-Ei-Packung fürs Haar

bei trockenem, sprödem Haar

  • 2 Eigelb
  • 2 EL Mandel- oder Sonnenblumenöl
  • 1 bis 2 EL flüssiger Honig

Alle Zutaten miteinander verquirlen. Die Packung auf das gewaschene, handtuchtrockene Haar geben. Eine Plastikhaube überziehen und die Mischung 30 Minuten wirken lassen. Gut ausspülen.

Quelle: Buch "Naturkosmetik" von Pia Hess. 

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