Haben Sie noch kein Abo von FrauenLand?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits FrauenLand-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo von FrauenLand?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits FrauenLand-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

Jetzt ist Sammelzeit für Frauenheilkräuter

Wir stellen fünf Kräuter und vier Teemischungen vor, die vor allem Frauen helfen können, sich rundum wohlzufühlen. Gesammelt werden die Wildkräuter am besten zwischen dem 15 August und dem 8. September.


Publiziert: 26.06.2019 / 09:53

Ob Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Wechseljahrbeschwerden: Seit Jahrtausenden nutzen Menschen die positiven Wirkungen von Heilpflanzen, gerade auch für Frauen. «Nach alter Tradition sammelt man Frauenheilpflanzen hrend der sogenannten Frauendreissiger. Das ist die Zeit zwischen dem 15. August, an dem in der christlichen Tradition Maria Himmelfahrt gefeiert wird, und dem 8. September, Maria Geburt», weiss Heilkräuterfachfrau und Aromatherapeutin Sandra Limacher aus Entlebuch LU. Die Kräuter werden bei trockener Witterung von ungedüngten Wiesen gesammelt.

Das Pflanzengut wird anschliessend auf einem Leinentuch ausgelegt und zügig an einem dunklen, luftigen Ort mit mässiger Temperatur getrocknet. Ideal zum Lagern sind dunkle Gläser oder auch verschliessbare Keramikgefässe. Aufbewahrt werden sollten sie an einem dunklen Ort, zum Beispiel einem Schrank, einem trockenen Keller oder der Speisekammer. 

Für unseren Frauen-Kräutertees mischen Sie die angegeben Kräuter miteinander. Pro Tasse à 200 ml brauchte es zwei Teelöffel dieser Mischung. Wasser aufkochen, kurz stehen lassen und die Kräuter damit überbrühen. Lassen Sie den Tee etwa fünf Minuten zugedeckt ziehen. Anschliessend abseihen und geniessen. Sandra Limacher: «Ich liebe es, wenn die Teemischungen nicht nur wirken, sondern auch schön aussehen und wunderbar riechen. Geben Sie daher auch Rosenblüten, Ringelblumen, Kornblumen, Malven oder Goldmelisse in Ihre Teemischung. So ist bereits Duft und Anblick des Tees eine Freude.» 

 

Frauenmantel - Alchemilla vulgaris L.

Verwendet wird das blühende Kraut. Frauenmantel wirkt unter anderem krampflösend, empfängnisfördernd, entzündungswidrig, antirheumatisch, antimikrobiell, antibakteriell, antiviral und gestagenartig. Sandra Limacher: «In der traditionellen europäischen Medizin ist Frauenmantel vielleicht die wichtigste Heilpflanze in der Frauenheilkunde. Die Alchemilla wirkt heilend und stärkend auf die Beckenorgange, regulierend und ausgleichend auf den ganzen weiblichen Organismus sowie harmonisierend auf den Hormonhaushalt.» 

Melisse - Melissa officinalis L.

Verwendete wird das Kraut. Hildegard von Bingen schreibt in ihren Büchern, dass die Melisse den Wert von 13 Heilpflanzen birgt. Sie wirkt leicht beruhigend, nervenstärkend und hilft gelassener zu werden.
Sie löst körperliche Verkrampfungen und hilft bei nervösen Magenbeschwerden. Sandra Limacher: «Sie ist auch ein Seelenbalsam, denn sie schenkt uns Fröhlichkeit und nimmt uns Ängste. Sie kann zudem bei dumpfen Kopfschmerzen klärend wirken.»

Salbei - Salvia officinalis L.

Verwendet werden die Blätter. Salbei ist ein bekanntes Heilkraut bei Rachen-, Kehlkopfentzündungen, Heiserkeit, Halsschmerzen und entzündetem Zahnfleisch. Zudem ist nachgewiesen, dass Salbei eine schweisshemmende Wirkung hat. Sandra Limacher: «Die wenigsten wissen aber, dass Salbeitee nur lauwarm getrunken schweisshemmend wirkt. Trinken wir den Tee heiss, hilft er uns, zu schwitzen. Diese Wirkung kann wiederum in Grippezeiten hilfreich sein.»

Rotklee - Trifolium partense

Verwendet werden die Blüten. Rotklee enthält unter anderem östrogenähnliche Inhaltsstoffe, die in den Wechseljahren helfen können, zum Beispiel bei Scheidentrockenheit. Sandra Limacher: «Erfahrungsgemäss wirken diese Inhaltsstoffe im Körper erst nach einigen Wochen Dauereinnahme. Als Tee wie auch als Salbe angewandt, wirken die Rotkleeblüten verjüngend auf die Haut.»

Teemischung «Safter Schlaf»

20 g Melissenkraut 

20 g Hopfenzapfen 

20 g Baldrianblüten 

20 g Hornklee 

20 g Lavendelblüten 

Vor dem Schlafen eine Tasse lauwarmen Tee geniessen. 

Teemischung «Zeit des Wechsels» 

20 g Frauenmantel- oder
Silbermantelkraut 

40 g Rotkleeblüten 

20 g Melissenblätter 

30 g Salbeiblätter 

20 g Walnussblätter 

Zwei bis vier Tassen am besten lauwarm über den Tag verteilt trinken. 

Sandra Limachers Tipp: «Gerne verwende ich für diese Teemischung auch Silbermantel. Das Kraut ist die Schwester des Frauenmantels aus den Bergen.» 

Teemischung «Vaginalpflege»

20 g Weisse Taubnesselblüten 

10 g Schafgarbe 

10 g Hohlzahn 

10 g Ringelblumen 

10 g Thymian 

10 g Frauenmantel 

Zweimal täglich eine Tasse Tee trinken. Diesen Tee kurmässig zur Pflege und Stärkung der Vaginalschleimhaut trinken.

Sandra Limachers Tipp: «Während der Wechseljahre kann die Teemischung mit 20 g Rotkleeblüten ergänzt werden.»

Teemischung «Frauenkraft» 

Bei Mensbeschwerden, PMS, beginnende Wechseljahrbeschwerden und auch in der Schwangerschaft. 

20 g Frauenmantelkraut 

20 g Melissenblätter 

20 g Brennnesselblätter

20 g Schafgarbenkraut 

20 g Goldrutenkraut

Zwei bis vier Tassen am besten lauwarm über den Tag verteilt trinken. 

Sandra Limachers Tipp: «Brauchen Sie etwas ‹Licht› für ihre Seele, ergänzen Sie die Teemischung mit 20 g Johanniskraut (siehe auch Frauenland Ausgabe Nr. 3/2017). Leiden Sie an Menstruationskrämpfen, ergänzen Sie die Teemischung mit 20 g Gänsefingerkraut. Bei einer starken Monatsblutung ergänzen Sie die Teemischung mit 20 g Hirtentäschelkraut.» 

 

Kommentare (0)
Kommentar erfassen
Haare: Wenn sie fallen statt wallen
Keine reine Männersache: Jede vierte Frau ist mindestens einmal im Leben von Haarausfall betroffen. Die genauen Gründe dafür sind nicht immer klar. Zwei Fachleute geben Tipps, was bei Haarverlust tatsächlich hilft – und was nicht.
Artikel lesen
Das Geschäft mit dem Haarausfall ist lukrativ. Weltweit werden jährlich mehr als 250 Milliarden Franken für kosmetische Produkte ausgegeben. Den meisten steht Professor Thomas Kündig, Leiter der Poliklinik und der Forschung der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich, sehr skeptisch gegenüber. «Es ist paradox, viele dieser Mittelchen dürfen mit teilweise unglaublichen ...
Folgen Sie uns
Umfrage
12.08.2019 - 20.08.2019

Wochenabstimmungen

Wie oft ärgert Ihr euch beim Nähen?

Weitere Umfragen