Haben Sie noch kein Abo von FrauenLand?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits FrauenLand-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

Haben Sie noch kein Abo von FrauenLand?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits FrauenLand-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

Das Garten-Paradies am Pass

Brigitte Stauffacher-Zollinger ist eine der 19 Landfrauen, die mit ihren Kreationen im neuen Buch «Die schönsten Wald- und Wiesensträusse der Schweizer Landfrauen» vorgestellt werden. Floristik ist schon seit Kindertagen ihre Leidenschaft.


Das Auto-Navi hatte bereits kapituliert. Und auch Google Maps hilft nicht weiter. Brigitte Stauffacher-Zollinger scheint im Nirgendwo zu wohnen. «Ich lotse Sie per Handy», beruhigt sie die ratlose Schreiberin. Und plötzlich ist es kein Problem mehr, das 300 Jahre alte, schindelbedeckte Holzhaus abseits der Passstrasse auf die Schwägalp in Ennetbühl zu finden.

«Garten-Paradies» steht auf einem rostbraunen Metallschild, das über einem Rankbogen neben dem Haus hängt. Darüber thront eine Krone. Noch bedeckt eine dicke Schneeschicht den Garten. Dem achtjährigen Sohn Jan gefällt das, hingebungsvoll schaufelt er in einem Schneehaufen. «Wir sind auf 1000 Meter über Meer und Schattseite. Hier gibts nun mal viel Schnee und er bleibt lang», sagt Brigitte Stauffacher-Zollinger achselzuckend.

Noch schlummert Brigitte Stauffacher-Zollingers Garten unter einer Schneedecke. (Bild Cornelia von Däniken)

Vorfreude auf den Garten

Aufgewachsen ist die Bauerntochter in Brütten bei Winterthur. Doch nach 14 Jahren im Toggenburg hat sie sich an das lokale Klima gewöhnt. Mit ihrem Mann führt sie einen Bio-Landwirtschaftsbetrieb mit 18 Mutterkühen. Erwin Stauffacher ist zudem Bauunternehmer.

Auch wenn draussen noch alles weiss ist, die Vorfreude auf den Garten ist gross. «Floristik ist mein Herzblut, das wusste ich schon als Achtjährige.» Daher absolvierte sie nach der Schule eine Floristinnen-Lehre. Später kamen die Handelsschule, die Bäuerinnenschule und das Wirte-patent dazu.

Blumen statt Schweine

Heute hat die zweifache Mutter – neben Jan gibt es noch die 3-jährige Sara – ein eigenes kleines Floristikgeschäft. Ihr Mann hat dafür den alten Schweinestall umgebaut. Dort fertigt sie Sträusse, Gestecke und Kränze für Feste wie Hochzeiten und Geburtstage. Die meisten Blumen zieht sie im eigenen Garten, wie etwa Zinnien, Schmuckkörbchen, Fuchsschwanz, Skabiosen, Sterndolden oder Dahlien, ihre Lieblingsblumen. «Nur nichts Oranges oder Gelbes, die Farben mag ich nicht.»

Was sie sonst noch für ihre Kreationen brauchen kann, findet Brigitte Stauffacher-Zollinger oft auf Spaziergängen durch die Wälder und Wiesen: Baumrinden, Ranken, Tannzapfen, Moose oder Farne. «Ich bin eine Sammlernatur, komme kaum mit leeren Händen zurück.»

Arbeiten fanden Anklang

Auf den Wettbewerb zum Buch «Die schönsten Wald- und Wiesensträusse der Schweizer Landfrauen» stiess sie per Zufall in der BauernZeitung. Erst wollte sie nicht mitmachen. «Ich dachte, da habe ich sowieso keine Chance.» Doch einige Tage später, als sie gerade Blumen für eine Hochzeit steckte, wollte sie es wenigstens versuchen. Brigitte Stauffacher-Zollinger schickte gleich eine ganze Reihe von Aufnahmen ein. Ihre Arbeiten fanden bei der Auswahl-Jury Anklang, sie ist eine der 19 Landfrauen, deren Wald- und Wiesenkreationen im neuen Buch vorgestellt werden.

Im Buch zeigt die Floristin bei zwei ihrer Kreationen Schritt für Schritt, wie sie gefertigt werden; das eine ist ein pinker Spätsommerstrauss, das andere ein verspielter Blumenkranz. So ein Kranz sei einfach herzustellen, erklärt Brigitte Stauffacher-Zollinger.

Mitmachen und gewinnen

Gemeinsam mit der BauernZeitung verlost FrauenLand zehn Bücher «Die schönsten Wald- und Wiesensträusse der Schweizer Landfrauen». Zum Wettbewerb

Sie möchten nicht nur auf Ihr Glück vertrauen?

Dann schauen Sie sich unser Leserangebot auf Seite 44 an. Dort können Sie das Buch für 28 statt 36 Franken bestellen. Zum Leserangebot

Material aus dem eigenen Garten

Verwendet werden kann fast alles, was man im Garten, auf Magerwiesen oder am Waldrand findet. Für die Basis eignen sich feste Materialien wie Birkenäste oder Clematisranken. Für einen verspielt wirkenden Kranz dürfen nicht nur flächige Blumen wie Dahlien oder Zinnien verwendet werden, sondern auch filigranere Gewächse wie Schleierkraut oder Gräser.

Damit der fertige Kranz länger hält, stellt man ihn am besten auf einen Teller und giesst den Steckschaum regelmässig, und zwar bevor er ganz austrocknet. Zusätzlich hilft es, wenn der Kranz mit Wasser besprüht wird.

Bis sie wieder selbst Blumen für Kränze und Sträusse schneiden kann, übt sich Brigitte Stauffacher-Zollinger in Geduld. Mit einem Seufzer blickt sie durch das Küchenfenster auf den schneebedeckten Garten neben dem Haus. Noch muss es reichen, im Samenkistchen zu kramen und sich zu überlegen, was wohin kommt. «Ich kann es kaum erwarten, wenn es endlich wieder losgeht.»

Instagram: brigittes_berg_blume

Das braucht es für einen Kranz

  • Baumschere
  • Messer
  • Ringförmiger Steckschaum
  • Becken mit Wasser
  • Ranken und Äste
  • saisonale Blumen
  • eventuell Physalis

Für den Kranz die Blumen rüsten, Stiele schräg einschneiden und nach Sorte getrennt büscheln. Steckschaum in einem Becken wässern.

Clematisranken, Birkenäste und Labkraut rund um den Kranz schlingen und feststecken. Für eine runde Form die Enden der Ranken ineinander winden.

Helle und dunkle Blüten abwechseln, damit ein lebendiges Bild entsteht.

Kontrollieren Sie zum Schluss, ob der Steckschaum überall abgedeckt ist. Um das Gesamtbild abzurunden, kann man nach Belieben noch Physalis wie kleine Laternen anbringen.

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Von der Stadt in den blühenden Garten
24.07.2020
Als junge Frau zog Erika Grossenbacher mit ihrem Mann aufs Land. Erst stand das Stadtkind etwas verloren auf dem grossen Grundstück. Dann fing sie an, die Heuwiese in ein wild-romantisches Gartenwerk zu verwandeln.
Artikel lesen
Viele Gartenmenschen tragen Erinnerungen an die Gärten ihrer Kindheit in sich. Erika Grossenbacher kennt das nicht. Sie wuchs mitten in der Stadt Basel auf, nicht einmal mit Balkon. Sie erinnert sich an eine Rabatte mit Efeu im Hinterhof und an einen Schachtdeckel, den sie als kleines Mädchen mit dem Velo umrundete. Mehr Garten gab es in ihrer Kindheit kaum. Stilvoller Klostergarten Und umso ...
Werbung
Folgen Sie uns